Häufige Fragen

Nach Themen geordnet. Klicken Sie auf eine Frage, um die Antwort zu öffnen. Fehlt etwas, sagen Sie uns Bescheid. Diese Seite wächst mit jeder Frage, die uns erreicht.

Erste Schritte

Was genau ist TagAlly Pro?

Es ist ein Plugin für Adobe InDesign und dazu ein kleines Hilfsprogramm, das auf Ihrem eigenen Rechner läuft. Gemeinsam führen sie Sie von einem InDesign-Layout zu einem PDF, das PDF/UA-1 erfüllt, der ISO-Norm für barrierefreie PDFs.

Das Plugin erledigt drei Aufgaben: Es prüft Ihr Dokument und zeigt, was fehlt, es korrigiert vieles davon per Klick, und nach dem Export bessert und validiert es das PDF und erzeugt ein Prüfprotokoll, das Sie als Nachweis weitergeben können.

Was brauche ich dafür?
  • Adobe InDesign 2025 (Version 20.0) oder neuer, unter macOS oder Windows.
  • Das Hilfsprogramm. Es liegt dem Plugin bei und ist außerdem als gesonderter Download zu haben. Es läuft lokal und ist nur von Ihrem eigenen Rechner aus erreichbar.
  • Eine Java-Laufzeitumgebung, die für die PDF-Nachbesserung genutzt wird.
  • veraPDF, das kostenlose quelloffene Prüfprogramm, für die PDF/UA-Prüfung.

Für die eigentliche Arbeit brauchen Sie keine Internetverbindung.

Wie installiere ich es?

Das Plugin selbst installieren Sie über die Creative-Cloud-Desktop-App, wie jedes andere Adobe-Plugin:

  1. Kaufen Sie TagAlly Pro im Adobe Marketplace, angemeldet mit derselben Adobe ID, die Sie für InDesign nutzen. Den Marketplace erreichen Sie auch aus InDesign heraus unter Plug-ins → Marketplace.
  2. Öffnen Sie die Creative-Cloud-Desktop-App und wechseln Sie zu Marketplace → Plug-ins → Plug-ins verwalten. TagAlly Pro erscheint dort nun unter Ihren Plug-ins.
  3. Klicken Sie auf Installieren. Beenden Sie InDesign vorher, falls es läuft, denn das Plugin steht erst in einem neu gestarteten InDesign bereit.
  4. Starten Sie InDesign und öffnen Sie das Panel unter Fenster → Erweiterungen → TagAlly Pro (in manchen Versionen Fenster → Zusatzmodule).

Wenn Sie mit einer Firmenlizenz für Creative Cloud arbeiten und das Plugin nicht auftaucht, muss Ihre Adobe-Administration die Plugin-Installation in der Adobe Admin Console unter Umständen erst freigeben.

Das Hilfsprogramm ist ein davon getrennter, einmaliger Schritt, und das Panel nimmt Ihnen das meiste ab. Unter ⚙ Erweitert → Hilfsprogramm bereitstellen wählen Sie einen Ordner, das Panel legt das Archiv dort ab und öffnet ihn. Entpacken Sie es und klicken Sie dann doppelt auf START TagAlly (macOS).command oder START TagAlly (Windows).bat; viel mehr steht im entpackten Ordner nicht. Danach läuft es im Hintergrund weiter. Sie können das Hilfsprogramm auch gesondert herunterladen, was Sie für einen zweiten Rechner oder einen gesperrten Arbeitsplatz brauchen.

Wo erscheint das Panel in InDesign?

Unter Fenster → Erweiterungen → TagAlly Pro (in manchen Versionen Fenster → Zusatzmodule). Sie können es wie jedes andere Panel andocken. Am besten arbeitet es seitlich angedockt mit etwa 380 Pixel Breite oder mehr.

In welcher Sprache läuft das Panel?

Es folgt automatisch der Oberflächensprache Ihres InDesign. TagAlly Pro gibt es auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch (Brasilien), Polnisch, Dänisch, Schwedisch und Norwegisch Bokmål. Läuft Ihr InDesign in einer Sprache, die wir noch nicht haben, fällt das Panel auf Englisch zurück.

Die Sprache des Prüfprotokolls ist davon getrennt und stellen Sie selbst in den Export-Einstellungen ein. Siehe den Abschnitt zum Protokoll.

Kann ich es für bereits vorhandene Dokumente nutzen?

Ja, das ist der Normalfall. TagAlly braucht keine besondere Vorlage und baut Ihr Layout nicht um. Es liest, was da ist, sagt Ihnen, was zur Barrierefreiheit fehlt, und schreibt nur das, was Sie freigeben.

Alles, was es schreibt, lebt im InDesign-Dokument selbst: Export-Tags an Absatzformaten, Objekt-Exportoptionen, Artikel. Es gibt keine getrennte Datenbank, und deshalb sieht eine Kollegin, die dieselbe Datei öffnet, denselben Stand.

Der Prüfablauf

Was sind die sechs Schritte im Reiter „Prüfen“?
  1. Grundlagen: Dokumenttitel und Sprache. Beides ist für PDF/UA Pflicht.
  2. Tag-Zuordnungen: Jedes Absatzformat braucht eine PDF-Rolle, also Fließtext, Überschriftenebene oder Artefakt.
  3. Überschriften: Die Ebenen müssen bei H1 beginnen und dürfen nach unten keine Ebene überspringen.
  4. Artefakte & Schmuck: Linien, leere Rahmen und Zierelemente müssen als Schmuck markiert sein, damit sie übersprungen werden.
  5. Alternativtexte, Tabellen & Kontrast: Jedes inhaltstragende Bild braucht eine Beschreibung, Tabellen brauchen Kopfzeilen, Text braucht ausreichenden Kontrast.
  6. Lesereihenfolge: die Reihenfolge, in der alles vorgelesen wird.

Die Schritte stehen in der empfohlenen Arbeitsreihenfolge: Es ist deutlich weniger Arbeit, zuerst die Inhalte zu taggen und die Lesereihenfolge zuletzt festzulegen.

Was bedeutet der Balken „PDF/UA-Reifegrad“?

Er zeigt, wie viele der sechs Schritte grün sind. Das ist eine Fortschrittsanzeige für Ihre Arbeit, keine Konformitätsnote. Ein voller Balken bedeutet, dass TagAlly im Dokument nichts mehr zu beanstanden fand, und das ist die bestmögliche Ausgangslage für den Export.

Was ist der Unterschied zwischen einem Blocker und einer Warnung?

Ein Blocker lässt das PDF mit ziemlicher Sicherheit durch die Validierung fallen, etwa ein fehlender Dokumenttitel oder eine zerbrochene Überschriftenhierarchie. Eine Warnung sollten Sie sich ansehen, sie kann in Ihrem Dokument aber berechtigt sein. Die Beurteilung liegt bei Ihnen.

Beides sollten Sie vor dem Export ausräumen. Das ist der schnellste Weg zu einem PDF, das besteht.

Was macht der Knopf „Zeigen“?

Er springt auf die Seite und wählt das Objekt aus, um das es im Befund geht. Meist ist das der schnellste Weg, einen Befund zu verstehen: Sie sehen genau, welcher Rahmen, welches Bild oder welcher Absatz gemeint ist.

Wozu dient der Objekt-Inspektor?

Er ist der Panel-Bereich unten im Reiter „Prüfen“. Wählen Sie im Layout ein beliebiges Objekt aus, dann zeigt der Inspektor, was für die Barrierefreiheit zählt: Typ und Seite, ob es ein Artefakt ist, seine Position in der Lesereihenfolge, seinen Alternativtext und, bei Text, die Sprache sowie den aktuell gemessenen Kontrastwert.

Alles, was dort steht, lässt sich an Ort und Stelle bearbeiten. Der Inspektor ist das richtige Werkzeug für einzelne Korrekturen, die Schrittliste das richtige, um eine ganze Kategorie abzuarbeiten.

Werden Musterseiten mitgeprüft?

Standardmäßig nicht, weil Objekte auf Musterseiten meist auf jeder Seite wiederkehren und die Befundliste überschwemmen würden. Unter Erweitert können Sie „Musterseiten einbeziehen“ einschalten.

Kolumnentitel und Seitenzahlen auf Musterseiten sollten in aller Regel Artefakte sein. Genau darauf weist die Prüfung Sie hin, sobald Sie sie einschalten.

Werden ausgeblendete Ebenen auch geprüft?

Nein. Objekte auf ausgeblendeten oder nicht druckenden Ebenen und einzeln auf „nicht drucken“ gesetzte Objekte werden überall übersprungen. Sie erscheinen nicht im exportierten PDF und können deshalb auch keine Probleme mit der Barrierefreiheit verursachen. Dasselbe gilt für alles, was bereits als Artefakt markiert ist.

Kann ich rückgängig machen, was TagAlly ändert?

Ja. Jede Aktion ist ein ganz normaler Rückgängig-Schritt in InDesign, ⌘Z beziehungsweise Strg+Z nimmt sie zurück. Das gilt auch für Sammelaktionen wie „alle als Artefakt markieren“, die in einem Zug zurückgenommen werden.

Zusätzlich gibt es unter Erweitert gezielte Rücksetz-Funktionen für ganze Kategorien (Tag-Zuordnungen, Lesereihenfolge, Artefakt-Markierungen). Die fragen zweimal nach, bevor sie laufen. Alternativtexte sind aus allen Rücksetz-Funktionen bewusst ausgenommen: Von Hand geschriebener Text wird nie im Stapel gelöscht.

Tags & Überschriften

Was sind „Tags“ und warum brauchen Absatzformate sie?

Tags sind die unsichtbare Struktur eines PDFs: Das hier ist eine Überschrift, das ist Fließtext, das ist eine Liste. Screenreader nutzen sie zur Navigation, etwa um von Überschrift zu Überschrift zu springen. Ohne sie ist ein PDF ein Bild von Text.

In InDesign hängen Sie diese Rolle an ein Absatzformat, damit sie überall dort gilt, wo das Format verwendet wird. Deshalb bittet TagAlly Sie, Formate zuzuordnen statt einzelner Absätze: Eine Entscheidung deckt das ganze Dokument ab.

Welches Tag soll ich wählen?
  • P für Fließtext und alles, was sich als Absatz liest.
  • H1 bis H6 für Überschriften, nach ihrer Ebene in der Gliederung des Dokuments, nicht nach ihrer optischen Größe.
  • Artefakt für alles, was kein Inhalt ist: Kolumnentitel, Seitenzahlen, schmückende Beschriftungen.

Formate für Listen, Inhaltsverzeichnis und Fußnoten tauchen in der Liste nicht auf. Die taggt InDesign von selbst.

Es heißt, meine erste Überschrift müsse H1 sein, dabei sieht die Seite gut aus.

Die Regel betrifft die Gliederung des Dokuments, nicht sein Aussehen. Die erste Überschrift in der Lesereihenfolge muss H1 sein, und die Ebenen dürfen nach unten nicht springen (von H1 direkt zu H3, ohne H2 dazwischen).

Ein häufiger Fall: Eine Inhaltsseite oder eine Rubrikbezeichnung steht vorn und ist als Unterüberschrift formatiert. Optisch stimmt das, strukturell beginnt das Dokument damit bei H2. Stufen Sie sie entweder auf H1 hoch oder machen Sie ein Artefakt daraus, falls sie wirklich nur eine Beschriftung ist.

TagAlly prüft das in der Reihenfolge Ihrer Artikel, denn so exportiert InDesign und so liest das Prüfprogramm. Das kann von der Reihenfolge abweichen, in der die Rahmen angelegt wurden.

Ein Format zeigt „ungültiges Tag“ mit einem seltsamen Namen. Was ist passiert?

Jemand hat in InDesigns Export-Tagging einen eigenen Wert eingetippt, statt einen Standardwert zu wählen, etwa H_neg oder Intro. InDesign exportiert diesen Namen bereitwillig, ein Prüfprogramm liest ihn aber als kaputtes Strukturelement.

Wählen Sie im Befund ein richtiges Tag aus der Auswahlliste. TagAlly repariert das bei der Nachbesserung zwar auch automatisch, aber das Format zu korrigieren ist die sauberere Lösung, weil es dann korrigiert bleibt.

Lesereihenfolge

Was ist die Lesereihenfolge, und warum ist sie so wichtig?

Sie ist die Abfolge, in der ein Screenreader den Inhalt ansagt. Sehende Leserinnen und Leser erfassen einen Druckbogen optisch; wer einen Screenreader nutzt, bekommt einen einzigen linearen Strom. Stimmt die Reihenfolge nicht, wird womöglich eine Bildunterschrift vor dem zugehörigen Artikel gelesen oder ein Zitat unterbricht einen Satz.

In InDesign wird die Lesereihenfolge über das Panel Artikel festgelegt: Objekte innerhalb eines Artikels werden in der aufgelisteten Reihenfolge gelesen, mehrere Artikel nacheinander.

Wie zeichne ich die Lesereihenfolge auf?

Klicken Sie in Schritt 6 auf „Lesefluss aufzeichnen“ und dann im Layout die Objekte in der Reihenfolge an, in der sie gelesen werden sollen. Jeder Klick fügt das Objekt hinzu und nummeriert es am Bildschirm, sodass Sie Ihren Fortschritt im Layout sehen.

Tipp: Fassen Sie Zusammengehöriges vorher mit ⌘G beziehungsweise Strg+G zu einer Gruppe zusammen, etwa Jahreszahl, Schlagzeile und Text einer Infokarte. Eine Gruppe wird als ein Element aufgezeichnet, und das hält die Artikelliste kurz und lesbar.

Muss ich alles in einem Zug aufzeichnen?

Nein. Hören Sie auf, wann Sie möchten, und machen Sie später weiter. TagAlly merkt sich, wie weit Sie gekommen sind, und sagt Ihnen, welche Nummer der nächste Klick bekommt. Noch nicht angeklickte Objekte bleiben hinter den aufgezeichneten stehen, es geht also nichts verloren.

Kann ich in mehrere Artikel aufzeichnen, zum Beispiel einen je Kapitel?

Ja. Tragen Sie einen Namen in das Feld für den Ziel-Artikel ein, bevor Sie das erste Objekt dieses Kapitels anklicken. Das Feld wird bei jedem Klick neu gelesen, Sie können also mitten in der Aufnahme wechseln; das Protokoll bestätigt jeden Wechsel mit „Ziel-Artikel ab jetzt: …“.

TagAlly sortiert Ihre Artikel nie um. Die Reihenfolge im Artikel-Panel ist Ihre redaktionelle Entscheidung.

Warum gibt es einen Artikel namens „Content“?

Das ist der Standard-Artikel, den TagAlly anlegt, wenn Sie keinen benannt haben. Er heißt in jeder Oberflächensprache bewusst „Content“: Der Name ist ein echter Artikelname in Ihrem Dokument, keine Beschriftung. Änderte er sich mit der Panel-Sprache, bekäme eine Kollegin, die in einer anderen Sprache arbeitet, einen zweiten, parallelen Artikel.

Dokumente aus früheren TagAlly-Versionen nutzen den deutschen Namen „Inhalt“. Dieser Artikel wird beim ersten Zugriff automatisch umbenannt, damit Ihre aufgezeichnete Reihenfolge erhalten bleibt.

Die Nummern in der Lesereihenfolge-Einblendung stimmen nicht mehr, nachdem ich etwas geändert habe.

Die Einblendung ist eine Momentaufnahme, keine Live-Ansicht. Nachdem Sie Artikel umsortiert oder etwas als Artefakt markiert haben, bauen Sie sie neu auf. Der Knopf dafür steht direkt in Schritt 6, danach stimmen die Nummern wieder.

Was bedeutet „Objekte weder in einem Artikel noch Artefakt“?

Jedes Objekt auf der Seite muss eines von beiden sein: entweder Teil des Inhalts (in einem Artikel, damit es vorgelesen wird) oder Schmuck (ein Artefakt, damit es übersprungen wird). Alles dazwischen erzeugt den Prüffehler „Inhalt nicht getaggt“.

Der Befund listet sie mit einem Knopf „Zeigen“ auf, und ganz unten gibt es einen abgesicherten Knopf, der alle verbliebenen auf einmal als Artefakt markiert. Das ist nützlich, wenn die Lesereihenfolge fertig ist und nur noch Schmuck übrig bleibt.

Bilder & Alternativtexte

Was macht einen guten Alternativtext aus?

Er soll in ein bis zwei Sätzen vermitteln, was das Bild zum Dokument beiträgt. Fragen Sie sich: Wenn ich diese Seite jemandem am Telefon vorlese, was würde ich über dieses Bild sagen?

  • Beginnen Sie nicht mit „Bild von …“. Screenreader sagen bereits an, dass es sich um eine Grafik handelt.
  • Beschreiben Sie die Bedeutung, nicht jedes Detail. Ein Konferenzfoto ist „Teilnehmende im Gespräch auf der Jahrestagung 2025“, keine Aufzählung der Kleidung.
  • Enthält das Bild Text, auf den es ankommt, geben Sie diesen Text in der Beschreibung wieder.
  • Diagramme und Infografiken brauchen meist mehr als einen Alternativtext. Erläutern Sie die Aussage im Fließtext oder ergänzen Sie eine ausführliche Beschreibung.
  • Rein schmückende Bilder brauchen gar keinen Alternativtext. Markieren Sie sie stattdessen als Artefakt.
Woran erkenne ich, ob ein Bild nur schmückend ist?

Decken Sie es ab und lesen Sie die Seite. Fehlt nichts, ist es Schmuck, also markieren Sie es als Artefakt. Würde jemandem eine Information verlorengehen, braucht es einen Alternativtext.

Kann TagAlly Beschreibungen übernehmen, die schon in meinen Bildern stecken?

Ja. Viele Bilddateien tragen in ihren XMP-Metadaten eine Beschreibung, oft von einer Bildagentur oder einer Bildredaktion geschrieben. Der Alternativtext-Befund hat einen Knopf, der diese für alle Bilder ohne Beschreibung übernimmt. Sehen Sie sie danach durch: Agenturtexte sind oft für einen anderen Zusammenhang geschrieben.

Mein Logo besteht aus Vektorpfaden, nicht aus einem platzierten Bild. Kann es einen Alternativtext bekommen?

Ja. Gruppieren Sie die Pfade und geben Sie der Gruppe im Objekt-Inspektor einen Alternativtext. InDesign exportiert die Gruppe dann als Abbildung mit Beschreibung, genau wie ein platziertes Bild.

Sobald ein Objekt einen Alternativtext hat, behandelt TagAlly es nicht mehr als Schmuck. Es taucht also in der Liste der schmückenden Objekte nicht wieder auf.

Ich habe Dutzende kleiner Zierelemente. Muss ich jedes einzeln markieren?

Nein. Besteht eine Gruppe ausschließlich aus schmückenden Teilen, führt TagAlly sie als einen einzigen Eintrag auf, etwa „Gruppe aus 14 Objekten“, und ein Klick markiert das Ganze. Nur gemischte Gruppen, in denen Schmuck neben echtem Inhalt steht, werden in ihre Bestandteile zerlegt.

KI-Alternativtexte

Wie funktioniert die KI-Funktion für Alternativtexte?

TagAlly sammelt die verknüpften Bilder ohne Alternativtext, schickt sie einzeln an ein Bildmodell und zeigt die Vorschläge im Panel. Jeder Vorschlag ist bearbeitbar und wird erst dann ins Dokument geschrieben, wenn Sie ihn übernehmen, einzeln oder alle auf einmal.

Dieser Freigabeschritt ist Absicht. Eine KI-Beschreibung ist ein guter erster Entwurf; ob sie in Ihrem Zusammenhang stimmt, können nur Sie beurteilen.

Muss ich KI nutzen?

Nein. Die Funktion ist vollständig freiwillig und standardmäßig ausgeschaltet. Alles andere in TagAlly funktioniert ohne sie.

Welche Anbieter kann ich nutzen, und brauche ich einen eigenen Schlüssel?

Sie können Anthropic, OpenAI oder OpenRouter mit Ihrem eigenen API-Schlüssel nutzen oder über Ollama ein lokales Modell laufen lassen; letzteres ist kostenlos und arbeitet vollständig offline. Den Schlüssel tragen Sie einmal unter Erweitert → KI-Zugang ein. Er wird lokal in der Konfigurationsdatei des Hilfsprogramms gespeichert, nie im Dokument.

Einen gemeinsamen Schlüssel liefern wir bewusst nicht mit. Ein im Plugin hinterlegter Schlüssel lässt sich auslesen, und die Kosten träfen den, dem er gehört.

Was wird an den Anbieter gesendet?

Nur das einzelne Bild, verkleinert, und eine kurze Anweisung, die um eine Beschreibung bittet. Keine weiteren Seiteninhalte, kein Dokument, keine Angaben über Sie. Nutzen Sie ein lokales Modell über Ollama, verlässt nicht einmal das Ihren Rechner.

Die KI-Vorschläge sind fehlgeschlagen. Was nun?

Das Panel nennt den Grund des Anbieters in klaren Worten:

  • „Modell überlastet“: Gerade kostenlose Modelle sind oft ausgelastet. Versuchen Sie es später noch einmal oder wählen Sie ein günstiges kostenpflichtiges Modell.
  • „Modell nicht mehr verfügbar“: Kostenlose Modelle werden regelmäßig eingestellt. Wählen Sie ein anderes aus der Auswahlliste, die live abgerufen wird.
  • „Schlüssel ungültig“: Prüfen Sie den Schlüssel und vergewissern Sie sich, dass er zu dem Anbieter gehört, in dessen Feld Sie ihn eingefügt haben.
  • Es passiert überhaupt nichts: Dann läuft vermutlich das Hilfsprogramm nicht. Siehe den Eintrag zur Fehlerbehebung.
Es heißt, einige Bilder seien als „eingebettet“ übersprungen worden.

Direkt ins Layout eingefügte Bilder haben keine Datei auf der Festplatte, TagAlly kann sie deshalb nicht zur Analyse senden. Platzieren Sie Bilder als Verknüpfung, statt sie einzubetten; das ist ohnehin die bessere Arbeitsweise. Andernfalls schreiben Sie diese Alternativtexte im Inspektor von Hand.

Tabellen

Warum braucht jede Tabelle eine Kopfzeile?

Weil ein Screenreader die Spaltenüberschrift zusammen mit jeder Zelle ansagt, also „Umsatz: 1,2 Millionen“ statt nur „1,2 Millionen“. Ohne festgelegte Kopfzeile wird die Tabelle zu einem Strom von Zahlen ohne Zusammenhang.

Optische Gestaltung genügt nicht: Fetter Text in der ersten Zeile macht daraus noch keine Kopfzeile. Es muss eine echte Kopfzeile sein.

Wie mache ich aus der ersten Zeile eine Kopfzeile?

Nutzen Sie den Knopf im Befund oder den Objekt-Inspektor, während die Tabelle ausgewählt ist. TagAlly wandelt die vorhandene erste Zeile um. Vorsicht bei InDesigns eigener Kopfzeilen-Einstellung: Die fügt eine neue leere Zeile ein, statt die vorhandene umzuwandeln.

Meine „Tabelle“ ist in Wirklichkeit ein Bild oder eine Ansammlung von Textrahmen.

Dann lässt sie sich nicht als Tabelle taggen, und ein Screenreader kann nicht darin navigieren. Ein Bild einer Tabelle braucht eine Beschreibung, welche die Daten vermittelt, oder die Daten noch einmal in zugänglicher Form. Im Raster angeordnete Textrahmen werden als einzelne Absätze gelesen, in der Reihenfolge, die der Artikel vorgibt.

Alles, was wirklich tabellarische Daten sind, bauen Sie besser als echte InDesign-Tabelle neu auf. Nur diese Konstruktion wird als richtige Tabellenstruktur exportiert.

Kontrast

Welche Kontrastwerte verlangt TagAlly?

Die Grenzwerte von WCAG AA: 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für große Schrift, wobei groß ab 18 pt bedeutet, bei fetter Schrift ab 14 pt.

Wie misst es den Kontrast innerhalb von InDesign?

Es liest die Textfarbe und ermittelt, was dahinterliegt: die eigene Füllung des Rahmens, die kleinste farbige Fläche, die diese Stelle überdeckt, oder die Papierfarbe. CMYK- und LAB-Farben werden für den Vergleich in Bildschirmfarben umgerechnet.

Diese Umrechnung ist eine Näherung. Ohne festgelegtes Ausgabeprofil kann kein Werkzeug exakt sein. Für die Beurteilung, ob eine Kombination besteht oder durchfällt, ist sie mehr als genau genug; behandeln Sie Werte knapp an der Grenze mit etwas Vorsicht.

Warum wird Text über einem Foto nur aufgelistet und nicht gemessen?

Weil ein Foto keine einheitliche Hintergrundfarbe hat. Der Kontrast schwankt über das Bild hinweg, und ob der Text lesbar bleibt, hängt davon ab, wo er sitzt. Das ist eine Ermessensfrage, deshalb listet TagAlly diese Stellen mit Seitenzahlen zum Nachsehen auf.

Ich habe eine Stelle über einem Foto geprüft und sie ist in Ordnung. Werde ich wieder gefragt?

Nicht, wenn Sie sie freigeben. Jeder Sichtprüfungs-Eintrag hat einen Knopf „Sichtgeprüft – in Ordnung“. Die Freigabe wird im Dokument gespeichert, übersteht also Sitzungen und wandert mit der Datei, und sie steht im Protokoll als „sichtgeprüft und freigegeben“. Sie können alle Freigaben mit einem abgesicherten Knopf wieder zurücknehmen.

Kann ich eine bestimmte Stelle nachmessen?

Ja. Wählen Sie den Text aus und sehen Sie in den Objekt-Inspektor. Er zeigt das Verhältnis live, mit beiden Farben als Farbpunkte und einem klaren Urteil, ob es besteht oder nicht. Damit erübrigt sich der Griff zu einem externen Pipetten-Werkzeug.

Sprachen im Dokument

Warum kommt es auf die Sprache des Textes an?

Weil ein Screenreader daran seine Aussprache wählt. Ein englisches Zitat in einem deutschen Text, mit deutscher Aussprache vorgelesen, ist kaum zu verstehen. Die Dokumentsprache legt die Vorgabe fest, und Passagen in einer anderen Sprache sollten ihre eigene tragen.

Wie weise ich einer Passage eine Sprache zu?

Wählen Sie den Text aus und nutzen Sie die Sprachzeile im Objekt-Inspektor. Sie können sie auf die Auswahl, den Absatz oder den ganzen Textabschnitt anwenden. Es ist InDesigns übliches Zeichenattribut „Sprache“, dasselbe, das die Rechtschreibprüfung nutzt.

Die Sprachprüfung in Schritt 1 zeigt die Verteilung über Ihr Dokument als Balken und warnt vor Text, dem überhaupt keine Sprache zugewiesen ist.

Ich habe Sprachen zugewiesen, aber im exportierten PDF scheinen sie zu fehlen.

Richtig, und es liegt nicht an Ihnen. InDesign schreibt Sprachen auf Zeichenebene nicht in die Tag-Struktur des PDFs. Wir haben das an echten Dokumenten überprüft: Absätze, die im Layout als englisch oder französisch ausgezeichnet sind, kommen im PDF ohne eigene Sprache an.

TagAlly umgeht das. Beim „Nachbessern & validieren“ übergibt das Panel dem Hilfsprogramm eine Liste Ihrer fremdsprachigen Absätze, und das Hilfsprogramm schreibt die Sprache auf die passenden Strukturelemente im PDF. Die Ergebniszeile nennt Ihnen, wie viele ausgezeichnet wurden.

Eine Grenze sollten Sie kennen: Das funktioniert auf Absatz-Ebene. Ein einzelnes fremdsprachiges Wort in einem sonst deutschen Satz ist damit nicht abgedeckt.

Das PDF behauptet eine Sprache, die ich nie gewählt habe.

Eine bekannte Eigenheit von InDesign: Die Dokumentsprache, die Sie im Export-Dialog wählen, setzt eine Stelle im PDF, aber die Wurzel der Tag-Struktur bezieht ihre Sprache aus einer zweiten, internen Quelle, und die kann abweichen. Ein deutsches Dokument meldet sich dann beim Screenreader als englisch.

Die Nachbesserung von TagAlly korrigiert die Wurzelsprache auf die Dokumentsprache, Sie müssen also nicht daran denken. Wenn Sie es selbst sehen möchten, öffnen Sie die Struktur-Ansicht: Sie zeigt ein rotes Warnbanner, sobald beide auseinanderfallen.

Export & Validierung

Welches Exportformat soll ich nutzen?

Nutzen Sie TagAllys eigenen Export-Knopf. Er erzeugt ein interaktives PDF, bei dem Tagging, strukturbasierte Tab-Reihenfolge und Titelanzeige bereits eingeschaltet sind. Alles Übrige, also Auflösung, Komprimierung, Seitenbereich, Druckbögen und Seitenlayout, stellen Sie hinter der Einstellungen-Leiste ein.

Der Export als Druck-PDF ist nicht geeignet: Dabei gehen Teile der Informationen zur Barrierefreiheit verloren.

Was ändert „Nachbessern & validieren“ eigentlich?

Es arbeitet an einer Kopie, Ihr ursprünglicher Export wird nie verändert. Die Kopie wird daneben mit der Endung -ua.pdf gespeichert. Darin erledigt TagAlly Folgendes:

  • die PDF/UA-Kennung ergänzen, die die Datei als normkonform ausweist,
  • den Betrachter auf die Anzeige des Dokumenttitels statt des Dateinamens einstellen,
  • die Wurzelsprache der Tag-Struktur korrigieren,
  • Verknüpfungen eine Beschreibung geben und verwaiste in richtige Link-Elemente einfassen,
  • eigene Formatnamen zu Standard-Tags auflösen,
  • die Sprachen fremdsprachiger Absätze eintragen,
  • Kopfzellen von Tabellen das Attribut „scope“ geben,
  • ungetaggte Vektorpfade als Artefakt einfassen,
  • unvollständige Schriftdaten entfernen, die Prüfprogramme beanstanden.

Danach validiert es diese Kopie mit veraPDF und schreibt das Protokoll.

Welche Datei liefere ich aus, den Export oder die „-ua“-Kopie?

Die -ua.pdf. Das ist die nachgebesserte, validierte Datei, auf die sich das Protokoll bezieht. Bewahren Sie den ursprünglichen Export gern auf, geben Sie ihn aber nicht heraus.

Alle Schritte sind grün, die Validierung schlägt trotzdem fehl. Wie kann das sein?

Manche Bedingungen lassen sich erst am fertigen PDF beurteilen, nicht im Layout. Genau dafür gibt es den Validierungsschritt. Häufige Fälle:

  • Reihenfolge der Überschriften. Das Panel prüft sie in Artikelreihenfolge; hat sich die Lesereihenfolge nach der letzten Prüfung geändert, prüfen Sie erneut.
  • Verknüpfungen in ungetaggten Bereichen. Die Nachbesserung repariert sie; stellen Sie deshalb sicher, dass Sie die -ua.pdf validiert haben und nicht den rohen Export.
  • Schriftprobleme. Manche Schriften bringen unvollständige Daten mit. Die Nachbesserung deckt den üblichen Fall ab; eine wirklich defekte Schrift muss ersetzt werden.

Das Protokoll nennt die Klausel und die Seiten. Ist ein Befund unklar, schicken Sie uns das Protokoll. Meist sehen wir daran sofort, was passiert ist.

Wozu dient die Struktur-Ansicht?

Sie zeigt den fertigen Tag-Baum als lesbare Webseite: Lesereihenfolge von oben nach unten, Überschriftenhierarchie, jedes Bild mit seinem Alternativtext, Tabellen und mit einer Plakette hervorgehobene Sprachwechsel. Näher kommen Sie an das, was ein Screenreader vorfindet, nicht heran, ohne einen zu installieren.

Sie wird aus dem validierten PDF erzeugt und zeigt deshalb das tatsächliche Ergebnis, nicht die Absicht des Layouts.

Sollte ich trotzdem mit einem echten Screenreader testen?

Bei wichtigen Dokumenten ja. Das ist die ehrlichste Prüfung überhaupt und kostet zehn Minuten: VoiceOver ist in macOS eingebaut (⌘F5), NVDA ist unter Windows kostenlos. Hören Sie sich die ersten beiden Seiten an, und Sie merken sofort, wenn Reihenfolge oder Alternativtexte nicht stimmen.

Das Prüfprotokoll

Was steht im Protokoll?

Zwei Teile. Teil 1 ist das maschinelle Ergebnis: bestanden oder nicht, wie viele Regeln bestanden und wie viele fehlgeschlagen sind, dazu eine Tabelle etwaiger Verstöße mit Klausel, Bedingung und Seiten. Teil 2 ist die manuelle Checkliste, also die Bedingungen des Matterhorn-Protokolls, die keine Software beurteilen kann, nach Themen gruppiert, mit Kästchen zum Abhaken, einem Feld für Anmerkungen und einer Unterschriftszeile.

Wie mache ich daraus ein Dokument zum Archivieren oder Weitergeben?

Haken Sie die Checkliste am Bildschirm ab, ergänzen Sie Ihre Anmerkungen und Ihren Namen und drucken Sie das Ganze aus dem Browser als PDF. Die Druckansicht ist bewusst schlanker als die Bildschirmansicht: Erläuterungskästen, Werkzeughinweise und Ihr lokaler Dateipfad fehlen dort, damit der ausgedruckte Nachweis nur das enthält, was in einen Nachweis gehört.

Kann das Protokoll in einer anderen Sprache sein als das Panel?

Ja, und genau darum geht es. Die Panel-Sprache folgt Ihrem InDesign; die Protokollsprache ist eine eigene Einstellung im Export-Bereich. Sie können also auf Deutsch arbeiten und einer spanischen Behörde ein spanisches Protokoll übergeben. Es gibt das Protokoll in allen elf Sprachen, und es ist zunächst auf Ihre Panel-Sprache eingestellt, bis Sie es ändern.

Warum sieht der Kontrast-Abschnitt meines Protokolls jedes Mal anders aus?

Weil er sich an Ihr Dokument anpasst. Hat die Kontrast-Prüfung nichts gefunden und steht kein Text über Bildern, hält das Protokoll fest, dass maschinell geprüft wurde, und lässt den manuellen Punkt ganz weg. Gibt es Stellen über Fotos, nennt es genau diese Seiten. Liegt etwas unter dem Grenzwert, sagt es das in Rot. Der Gedanke dahinter: Das Protokoll soll Sie nie auffordern, etwas zu prüfen, das es in Ihrem Dokument gar nicht gibt.

Fehlerbehebung

„Engine nicht erreichbar“ – was bedeutet das?

Das Hilfsprogramm, das Validierung und PDF-Nachbesserung erledigt, läuft nicht. Es muss einmal je Sitzung gestartet werden: Doppelklick auf START TagAlly (macOS).command oder START TagAlly (Windows).bat im Ordner des Hilfsprogramms. Das Fenster sagt Ihnen, ob es gestartet wurde oder schon lief. Lassen Sie dieses Fenster während der Arbeit offen. Wenn das Hilfsprogramm auf diesem Rechner noch fehlt, legen Sie es aus dem Panel unter ⚙ Erweitert ab oder laden es herunter.

Heißt es, veraPDF sei nicht gefunden worden, ist der Pfad in der Konfigurationsdatei des Hilfsprogramms falsch oder veraPDF ist nicht installiert.

Es warnt vor einer „veralteten Engine“.

Das Plugin wurde aktualisiert, das Hilfsprogramm läuft aber noch in der Version von vor der Aktualisierung. Beenden Sie das Hilfsprogramm und starten Sie es neu; von selbst startet es sich nicht neu.

Das Panel ist nach dem Laden völlig leer.

Fast immer ein Ladehänger und kein echter Fehler, besonders wenn das Plugin auf einem Netzlaufwerk liegt. Schließen Sie das Panel und öffnen Sie es über das Fenster-Menü erneut; hilft das nicht, starten Sie InDesign neu. Bleibt es dabei, installieren Sie das Plugin über die Creative-Cloud-Desktop-App neu.

Tritt ein echter Fehler auf, zeigt das Panel ihn inzwischen als rote Meldung oben an, statt leer zu bleiben. Schicken Sie uns diesen Text bitte zu.

Der Aufbau der Lesereihenfolge-Einblendung dauert lange.

Sie erzeugt je Objekt eine nummerierte Plakette, bei einem Dokument mit mehreren hundert Objekten dauert das also einen Moment. Der Fortschritt wird währenddessen gemeldet. Der Aufbau erfolgt bewusst in Blöcken und mit Pausen, damit InDesign bedienbar bleibt und nicht einfriert.

Sie brauchen die Einblendung nicht zum Arbeiten, sie ist eine Kontrollhilfe. Entfernen Sie sie, wenn Sie fertig sind; sie lebt auf einer eigenen, nicht druckenden Ebene und erscheint nie im Export.

InDesign ist abgestürzt, während ich das Plugin genutzt habe.

Melden Sie das bitte, das hilft sehr. TagAlly schreibt vor jedem heiklen Arbeitsschritt eine Markierung und löscht sie danach wieder. Nach einem Absturz kann das Panel Ihnen beim Start deshalb genau sagen, welcher Schritt lief. Schicken Sie uns diese Zeile zusammen mit Ihrer InDesign-Version und einer groben Angabe zur Größe des Dokuments.

Ein Schritt zeigt noch offene Punkte, obwohl ich alles behoben habe.

Führen Sie „Dokument prüfen“ erneut aus. Die Befunde sind eine Momentaufnahme des letzten Laufs. Bleibt es nach einer frischen Prüfung dabei, geht es bei dem Befund vermutlich um etwas, das Ihnen noch nicht aufgefallen ist; mit „Zeigen“ sehen Sie, welches Objekt gemeint ist.

Das Panel läuft in der falschen Sprache.

Es folgt der Oberflächensprache Ihres InDesign. Läuft Ihr InDesign in einer Sprache, die TagAlly noch nicht hat, fällt es auf Englisch zurück. Ist Ihr InDesign deutsch, das Panel aber englisch, melden Sie es uns bitte: Dann hat die Erkennung versagt, und wir können uns das anhand der Diagnosezeile ansehen, die das Panel protokolliert.

Datenschutz & Daten

Verlassen Inhalte von mir meinen Computer?

Bei Prüfung, Export, Nachbesserung und Validierung nicht. Das Hilfsprogramm lauscht ausschließlich auf Ihrem eigenen Rechner. Es gibt kein Benutzerkonto, keine Anmeldung und keinen Cloud-Anteil.

Die einzige Ausnahme müssen Sie selbst einschalten: Aktivieren Sie die KI-Alternativtexte mit einem Anbieterschlüssel, werden die einzelnen Bilder an diesen Anbieter gesendet. Lassen Sie die Funktion aus oder nutzen Sie ein lokales Modell, dann verlässt überhaupt nichts Ihren Rechner.

Wird die Nutzung irgendwie verfolgt?

Nein. Das Plugin enthält weder Statistik- noch Telemetriefunktionen.

Wo werden meine API-Schlüssel gespeichert?

In der Konfigurationsdatei des Hilfsprogramms auf Ihrem eigenen Rechner, nie im InDesign-Dokument und nie auf unseren Servern. Jeden Schlüssel können Sie im Panel mit einem einzigen Knopf löschen.

Lizenzen & Verfügbarkeit

Was kostet es?

TagAlly Pro kostet 199 Euro pro Jahr und Arbeitsplatz. Der Verkauf läuft als Abonnement über den Adobe Creative Cloud Marketplace, der Ihnen vor dem Kauf den Endbetrag einschließlich etwaiger Umsatzsteuer anzeigt.

Alle Aktualisierungen sind enthalten, solange das Abonnement läuft, und Sie können zum Ende der laufenden Laufzeit kündigen.

Bei wem kaufe ich eigentlich, und wo bekomme ich Rechnung oder Erstattung?

TagAlly Pro wird über den Adobe Creative Cloud Marketplace verkauft. Dort ist der Merchant of Record des Marktplatzes (derzeit FastSpring) der Verkäufer: Er schließt den Kaufvertrag im eigenen Namen, stellt die Rechnung aus und erhebt und führt die Umsatzsteuer ab.

Das bedeutet: Rechnungen und Erstattungen laufen über diesen Kanal, nicht über uns. Bei allem, was die Software selbst betrifft, helfen wir Ihnen gern. Eine Zahlung, die wir nie erhalten haben, können wir aber auch nicht erstatten.

Für Ihre Nutzung der Software gelten unsere Lizenzbedingungen, unabhängig davon, wo Sie gekauft haben.

Was deckt eine Lizenz ab, eine Person oder einen Rechner?

Eine Person. Eine Lizenz berechtigt eine namentlich benannte Person zur Nutzung von TagAlly Pro, und diese Person darf es auf den Rechnern installieren, an denen sie persönlich arbeitet, etwa einem Arbeitsplatzrechner und einem Notebook. Nicht abgedeckt ist, wenn mehrere Personen sich eine Lizenz teilen.

Für Teams, Agenturen und Bildungseinrichtungen bieten wir Mehrplatz- und Standortlizenzen an. Fragen Sie uns einfach, das ist meist günstiger, als Einzelplätze nacheinander zu kaufen.

Sind Aktualisierungen enthalten?

Ja, alle. Solange Ihr Abonnement läuft, erhalten Sie jede Korrektur und jede neue Version ohne Aufpreis, einschließlich der Unterstützung für jede neue InDesign-Version.

Wenn Sie kündigen, arbeitet das Plugin bis zum Ende der bezahlten Laufzeit und stellt danach den Dienst ein. Ihre Arbeit bleibt davon unberührt: InDesign-Dokumente und exportierte PDF sind gewöhnliche Dateien, und bereits erstellte Prüfprotokolle bleiben auch ohne TagAlly Pro lesbar.

Funktioniert es offline und in einer abgeschotteten Umgebung?

Ja. Die Kernfunktionen brauchen überhaupt keinen Internetzugang. Das Hilfsprogramm lauscht ausschließlich auf der lokalen Loopback-Schnittstelle und öffnet damit keinen Port in Ihr Netzwerk.

Immer noch nicht weiter? Schreiben Sie uns. Nennen Sie bitte Ihre InDesign-Version, Ihr Betriebssystem und, wenn es um ein bestimmtes Dokument geht, das Protokoll oder das Panel-Log. Damit bekommen Sie meist schon in der ersten Antwort eine genaue Auskunft.