Adobe-InDesign-Plugin · PDF/UA-1 · WCAG
Barrierefreie PDFs, ohne Rätselraten.
TagAlly Pro macht aus Barrierefreiheit eine Checkliste statt eines Geheimnisses. Das Plugin prüft Ihr InDesign-Dokument, korrigiert, was sich korrigieren lässt, bessert das PDF nach dem Export nach, validiert gegen PDF/UA-1 und liefert Ihnen das Protokoll, das es belegt.
Läuft vollständig auf Ihrem eigenen Rechner. Kein Dokument verlässt Ihren Computer.
Ein „getaggtes PDF“ zu exportieren ist noch kein barrierefreies PDF
InDesign bringt Sie ein Stück des Weges. Der Rest ist unsichtbare Arbeit, die erst auffällt, wenn ein Prüfprogramm oder ein echter Leser mit Screenreader auf das Dokument trifft.
Stille Lücken im Export
InDesign lässt weg, was die Norm verlangt: die PDF/UA-Kennung, die Einstellung „Dokumenttitel anzeigen“, Beschreibungen an Verknüpfungen und die richtige Dokumentsprache. Nichts davon ist im Layout sichtbar.
Struktur, die falsch gelesen wird
Ohne festgelegte Lesereihenfolge entscheidet die Stapelfolge Ihrer Rahmen darüber, was ein Screenreader zuerst vorliest. Das ist so gut wie nie die Reihenfolge, in der ein Mensch lesen würde.
Befunde, mit denen niemand etwas anfangen kann
Ein Prüfprogramm meldet „7.4.2 Überschriftenebene übersprungen“ oder „Inhalt nicht getaggt“. Für Fachleute nützlich, nutzlos, wenn Sie einfach nur wissen wollen, welcher Rahmen auf welcher Seite zu korrigieren ist.
So arbeitet TagAlly Pro
Ein geführter Durchgang durch Ihr Dokument, dann Export und Nachweis. Jeder Befund zeigt auf das Objekt, aus dem er stammt, und die meisten bringen einen Knopf mit, der ihn behebt.
Prüfen
Sechs Schritte mit Ampelstatus: Metadaten und Sprache, Tag-Zuordnungen, Überschriften, Artefakte, Alternativtexte, Tabellen und Kontraste sowie die Lesereihenfolge. Ein Fortschrittsbalken zeigt, wie weit das Dokument ist.
Korrigieren
Jeder Befund bringt seine eigene Korrektur mit: einem Absatzformat ein Tag zuweisen, Schmuck als Artefakt markieren, eine Kopfzeile festlegen, einen Alternativtext schreiben. „Zeigen“ wählt das Objekt im Layout aus, damit Sie immer sehen, was Sie gerade ändern.
Exportieren & nachbessern
Export als getaggtes, interaktives PDF. TagAlly bessert danach automatisch eine Kopie nach: Kennung, Titelanzeige, Sprache, Verknüpfungsbeschreibungen, Tag-Korrekturen und Schriftreparaturen.
Validieren & belegen
Das nachgebesserte PDF wird mit veraPDF gegen PDF/UA-1 validiert. Sie erhalten ein druckbares Protokoll: das maschinelle Ergebnis und dazu die manuelle Checkliste, die Ihnen keine Software abnehmen kann.
Was den Unterschied macht
Sichtbare Einblendungen
Barrierefreiheit im Layout sehen statt in einer Liste. Eine Einblendung markiert jedes Bild grün, blau oder rot nach dem Stand seines Alternativtextes und kennzeichnet Tabellen ohne Kopfzeile. Eine zweite nummeriert jedes Objekt in der Lesereihenfolge.
Lesereihenfolge aufzeichnen
Klicken Sie die Objekte in der Reihenfolge an, in der sie gelesen werden sollen. TagAlly baut den Artikel dabei auf und nummeriert jeden Klick am Bildschirm. Sie können über mehrere Sitzungen und mehrere Artikel hinweg arbeiten, ohne bereits Aufgezeichnetes zu verlieren.
Eingebaute Kontrast-Prüfung
Die Textfarbe wird direkt im Dokument gegen ihren tatsächlichen Hintergrund nach den WCAG-Grenzwerten gemessen, ganz ohne externe Pipette. Text auf Fotos wird gesondert zur Sichtprüfung aufgeführt, und Sie können solche Stellen freigeben.
Struktur-Ansicht
Sehen Sie den fertigen Tag-Baum so, wie ein Screenreader ihn durchläuft: Lesereihenfolge, Überschriftenhierarchie, Bilder mit ihren Alternativtexten, Tabellen und Sprachwechsel. Erzeugt aus dem validierten PDF, ohne Zusatzsoftware.
Alternativtexte per KI, wenn Sie möchten
Lassen Sie ein Bildmodell Alternativtexte für Bilder entwerfen, die noch keinen haben. Die Vorschläge erscheinen bearbeitbar im Panel und werden erst geschrieben, wenn Sie sie übernehmen. Sie bringen Ihren eigenen API-Schlüssel mit oder lassen ein lokales Modell laufen. Die Funktion ist vollständig freiwillig.
Das Protokoll ist das Ergebnis
Ein gestaltetes, druckbares Prüfprotokoll in elf Sprachen: maschinelles Ergebnis, Verstoßtabelle und eine manuelle Checkliste mit Bezug auf das Matterhorn-Protokoll, mit Platz für Anmerkungen und Unterschrift.
Ihre Dokumente bleiben auf Ihrem Rechner
TagAlly Pro besteht aus dem InDesign-Panel und einem kleinen Hilfsprogramm, das lokal auf Ihrem eigenen Computer läuft und ausschließlich auf 127.0.0.1 lauscht. Prüfung, Nachbesserung und Validierung finden dort statt. Nichts wird hochgeladen, und ein Benutzerkonto brauchen Sie auch nicht.
- Bei Prüfung, Export, Nachbesserung und Validierung wird kein Dokument, keine Seite und kein Bild irgendwohin gesendet.
- Keine Telemetrie, keine Nutzungsverfolgung, keine Statistik im Plugin.
- Die einzige Ausnahme müssen Sie selbst einschalten, und sie ist deutlich gekennzeichnet: Wenn Sie die KI-Alternativtexte mit Ihrem eigenen Anbieterschlüssel aktivieren, wird das einzelne Bild an diesen Anbieter gesendet, um einen Vorschlag zu erzeugen. Lassen Sie die Funktion aus, verlässt nichts Ihren Rechner.
Warum das gerade jetzt zählt
Seit dem 28. Juni 2025 weitet der European Accessibility Act, in Deutschland umgesetzt als Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, die Pflichten zur Barrierefreiheit auf viele Produkte und Dienstleistungen der Privatwirtschaft aus, nicht mehr nur auf öffentliche Stellen. Für die öffentliche Hand gelten EN 301 549 und die nationalen Gesetze schon seit Jahren.
Für Dokumente ist PDF/UA-1 (ISO 14289-1) die maßgebliche technische Norm. Das Matterhorn-Protokoll zerlegt diese Norm in prüfbare Bedingungen, teils maschinell testbar, teils auf menschliches Urteil angewiesen. Genau dieser Teilung folgt TagAlly Pro: Es automatisiert, was sich automatisieren lässt, und gibt Ihnen für den Rest eine geordnete Checkliste.
Gut zu wissen: Kein Werkzeug kann Barrierefreiheit allein bescheinigen. Ob ein Alternativtext das Bild wirklich beschreibt oder ob die Lesereihenfolge dem gemeinten Sinn entspricht, ist eine menschliche Entscheidung. Wer volle Automatisierung verspricht, verspricht zu viel. TagAlly macht den menschlichen Teil kurz, geführt und nachweisbar.
Voraussetzungen
| Adobe InDesign | Version 2025 (20.0) oder neuer, unter macOS oder Windows |
|---|---|
| Hilfsprogramm | Mitgeliefert; läuft lokal und benötigt für die PDF-Nachbesserung eine Java-Laufzeitumgebung |
| Prüfprogramm | veraPDF (kostenlos, quelloffen), zuständig für die PDF/UA-1-Validierung |
| Oberflächensprachen | Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch (BR), Polnisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch Bokmål |
| Internet | Nicht erforderlich. Nur die freiwillige KI-Funktion für Alternativtexte wendet sich an einen Anbieter Ihrer Wahl. |
Die Sprache des Protokolls stellen Sie getrennt von der Panel-Sprache ein. So arbeiten Sie in Ihrer eigenen Sprache und geben Kundschaft oder Behörde trotzdem ein Protokoll in deren Sprache.
TagAlly Pro erwerben
TagAlly Pro kostet 199 Euro pro Jahr und Arbeitsplatz und wird über den Adobe Creative Cloud Marketplace verkauft. Kauf und Rechnung laufen über Adobe; Lizenz und Support kommen von uns.
Oder lesen Sie zuerst die FAQ. Dort stehen die meisten Antworten ausführlich.